Vertikale Flächen können zur Kühlung beitragen.
Bei der Fassadenbegrünung werden Pflanzen auf oder vor einer Fassade geführt. Je nach Projekt wurzeln sie im Boden, in Pflanzgefässen oder in speziellen Systemen und nutzen Wand, Seile, Rankgitter oder Netze als Kletterhilfe.
Zwei grundlegende Ansätze.
Bodengebundene Fassadenbegrünung
Die Pflanzen wurzeln am Fuss des Gebäudes. Wenn gewachsener Boden verfügbar ist, bietet dieser Ansatz viel Wurzelraum und ermöglicht häufig eine robuste Begrünung mit vergleichsweise einfacher Infrastruktur.
Begrünung aus Pflanzgefässen oder integrierten Systemen
Wenn eine Pflanzung im Boden nicht möglich ist, können Pflanzgefässe eingesetzt werden. Substrat, Bewässerung, Drainage und Pflege müssen dann besonders sorgfältig dimensioniert werden.
Warum über Kühlung sprechen?
Das Laub kann Oberflächen beschatten und ihre direkte Sonneneinstrahlung reduzieren. Gleichzeitig benötigt die Evapotranspiration der Pflanzen Energie und kann zur Kühlung der unmittelbaren Umgebung beitragen.
Die tatsächliche Wirkung variiert stark je nach Exposition, Vegetationsdichte, Fassadenfarbe, Wasserverfügbarkeit und Gebäudekonfiguration.
Eine begrünte Fassade braucht Planung.
Ausrichtung, Wind, Untergrund, Aussendämmung, Öffnungen, Sicherheit, Pflanzenwahl, Befestigung, Wasserzugang und spätere Pflege müssen gemeinsam betrachtet werden.
Zeit ist Teil des Projekts.
Eine begrünte Fassade entwickelt sich. Im ersten Jahr ist sie nicht gleich dicht wie nach fünf Jahren. Dieses Wachstum muss von Beginn an berücksichtigt werden: spätere Lasten, Zugang für Rückschnitt, Überwuchs, freizuhaltende Bereiche und Unterhalt.